Finanzplanung. Geldbewusstsein. Money Mindset. Geldenergie. In den letzten Monaten habe ich mich mit den unterschiedlichsten Betrachtungsweisen von Geld befasst und dabei viele neue Erkenntnisse und Erfahrungen gemacht, die ich mit dir teilen möchte.

Wenns ums Geld geht, geht es nie um Geld. Denn rein rechnerisch betrachtet, wissen wir, dass wir nicht mehr ausgeben können, als wir einnehmen. Geben wir trotzdem mehr aus, machen wir Schulden. Obwohl jeder diese Rechnung versteht, machen immer mehr Menschen Schulden. Aber woran liegt es dann?

Es geht um Emotionen und Überzeugungen. Es geht um die Bedeutung, die wir Geld geben. Geld wird dabei zum Sündenbock gemacht. Dabei ist Geld IMMER neutral. Es ist die Ausdrucksweise aus der Summe unserer Gefühle, Gedanken, Überzeugungen und Handlungen.

Es ist immer das, was du daraus machst. Du entscheidest, ob du denkst, das Geld gut der schlecht ist. Du bist für deine Emotionen verantwortlich, die du mit Geld verbindest. Du triffst die Entscheidung, was du mit deinem Geld machst. Du entscheidest, welchen Wert du Geld gibst und welche Bedeutung Geld für dich hat.

Was ist Geldbewusstsein?

Laut Duden ist Bewusstsein:

  • ein Zustand, in dem man sich einer Sache bewusst ist;
  • die Gesamtheit der Überzeugungen eines Menschen, die von ihm bewusst vertreten werden
  • die Gesamtheit aller psychischen Vorgänge, durch die sich der Mensch der Außenwelt und seiner selbst bewusst wird
  • der Zustand geistiger Klarheit und die volle Herrschaft über seine Sinne

Geldbewusstsein bedeuet also, dass du dir deine Überzeugungen, Emotionen und dein Handeln zum Thema Geld bewusst machst. Erst wenn du weißt, wie du über Geld denkst, welche Emotionen du damit verbindest und wie du mit deinem Geld umgehst und was dahinter steckt, kannst du diese Gedanken und dein Handeln auch ändern. Und zwar in einen positiven Umgang mit Geld.

Du kannst Geld aus vier verschiedenen Perspektiven betrachten. Viele, mich eingeschlossen, machen den Fehler, dass sie Geld nur von einer Seite betrachten. Betrachtest du Geld aus allen Blickwinkeln, erkennst du nicht nur, warum du mit deiner Finanzsituation noch nicht zufrieden bist, du lernst auch jede Menge über dich selbst.

Die 4 Ebenen des Geldbewusstseins

Mentale Ebene

Hier geht es um die Denkweise über Geld. Das, was wir über Geld denken und glauben, führt zu unseren Handlungen. Wenn es also mit den Finanzen nicht rund läuft, kann ein Blick auf die Glaubenssätze helfen.

Glaubenssätze sind Gedanken, die tief in uns verankert sind und die wir für wahr halten. Vielen ist gar nicht bewusst, welche Auswirkungen Glaubenssätze auf unser Leben und unsere Finanzen haben. Überlege dir, welche drei Menschen den größten Einfluss auf dich hatten und wie diese über Geld denken.

Hast du von diesen Menschen öfter folgende Glaubenssätze gehört:

  • Geld verdirbt den Charakter.
  • Geld zerrinnt mir zwischen den Fingern.
  • Das können wir uns nicht leisten.
  • Geld stinkt.
  • Geld macht nicht glücklich.
  • Geld ist nicht wichtig.

Sicherlich kennst du noch weitere negative Glaubenssätze. Solange du negative Gedanken über Geld hast, vermeidest du, dass Geld zu dir kommt, weil Geld ja den Charakter verdirbt, nicht glücklich macht etc. Und weil du meinst, Geld macht nicht glücklich, versuchst du unbewusst, es so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Denn wer will schon unglücklich sein oder einen schlechten Charakter haben?

Wenn du aber den Glaubenssatz änderst und denkst, Geld macht glücklich, weil es dir hilft, deine Wünsche und Träume zu verwirklichen, dann wirst du in Folge auch ganz anders Handeln und dich freuen, wenn Geld in dein Leben kommt.

Ändere also deine negative Glaubenssätze in positive um und schreibe dir diese jeden Morgen auf. So verankerst du diese neuen Glaubenssätze in dein Unterbewusstsein.

Emotionale Ebene

Jede finanzielle Situation wird von unseren Gefühlen bestimmt. Diese bestimmen, was du mit deinem Geld machst. Egal ob Frustshopping, das Verheimlichen deiner Schulden gegenüber deinem Partner, oder die Angst, nicht genug Geld zu haben. In allen Fällen handelst du emotional.

Die genannten Beispiele beschreiben die drei häufigsten negativen Emotionen mit Geld. Angst, Wut und Scham bestimmen unser Geldverhalten mehr als wir glauben.

Welche Gefühle stecken hinter deinem Geldverhalten. Fühlst du dich wohl mit einem 500 € Schein in der Tasche oder hast du Angst, dass dir das Geld geklaut wird? Die Ursachen für diese Emotionen liegen meistens in der Kindheit. Du musst also ein wenig in der Vergangenheit graben um herauszufinden, woher diese Emotionen kommen. In diesem Gastbeitrag bei den Beziehungs-Investoren findest du die Erklärungen und Übungen zum Thema Geld&Emotionen.

Physische Ebene

Die dritte Ebene zeigt deinen Umgang mit Geld. Aufgrund deiner Glaubenssätze und deinen Emotionen hast du einen vernünftigen, verschwenderischen oder geizigen Umgang mit Geld.

Wenn dir deine Emotionen und Glaubenssätze nicht bewusst sind, sieh dir deinen Umgang mit Geld an. Daraus kannst du dann deine Gefühle und deine Denkweise über Geld ableiten. So war das auch bei mir. Erst durch das hinsehen, wie ich mit Geld umgehe, bin ich auf meine Gefühle und Glaubenssätze aufmerksam geworden und kann diese nun gezielt ins positive umwandeln.

Wie gehst du mit deinem Geld um? Kümmerst du dich um deine Finanzen? Oder hast du die Verantwortung für deine Finanzen an deinen Partner abgegeben? Welches Finanzwissen hast du? Sparst du Geld oder gibst du alles aus? Investierst du und sorgst du vor oder verlässt du dich auf den Staat? Wie sorgsam gehst du mit deinem Geld um?

Spirituelle/geistige Ebene

Alles ist Energie. Auch Geld ist Energie. Und jede Energie folgt bestimmten Gesetzen, auch Lebensgesetze oder universelle Gesetze genannt. Ein bekanntes Gesetz ist das Gesetz der Anziehung. Und auch Geld folgt diesem und anderen Gesetzen. Wenn du negative Gedanken über Geld hast, erzeugst du auch negative Energie. Durch diese negative Energie vermeidest du, das Geld den Weg zu dir findet.

Erzeugst du positive Energie, indem du Geld wertschätzt, lädst du es zu dir ein. Geld an sich ist neutral. Es ist weder gut noch böse. Du entscheidest, ob du Geld als positive Energie siehst, die dir hilft, deine Wünsche und Träume zu erfüllen oder ob du es ablehnst und damit negative Energie aussendest, weil du es für die Ungerechtigkeit in der Welt verantwortlich machst. Du entscheidest.

Um deinen Geldfluss zum Laufen zu bringen, musst du alle 4 Ebenen miteinander in Einklang bringen. Solange du dich schämst, dass du mehr Geld verdienen willst, helfen dir positive Geldgedanken nur sehr bedingt. Und auch wenn du deine Glaubenssätze änderst, aber weiterhin keine Ahnung von Finanzen hast, wird sich deine Geldsituation nur wenig ändern.

Jede Ebene für sich ist wichtig. Also schau dir mal alle 4 Ebenen im Bezug auf das Thema Geld an. Wie sehen deine Gedanken, deine Gefühle und deine Handlungen dazu aus? Welche Energie sendest du aus und bist du zufrieden damit?