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Vor einiger Zeit bin ich über das Buch von Katja Eckardt: Reichtum ist Frauensache gestolpert. Voller Freude, dass eine Frau ein Finanzbuch geschrieben hat, habe ich es gekauft. Was ich von dem Buch halte, habe ich für dich zusammengefasst.

Das Buch umfasst 242 Seiten und gliedert sich in 4 Teile:

Teil 1: Kassasturz

Teil 2: Multiple Choice: Geld macht sexy

Teil 3: Home-Shopping: Viel Geld ist nicht genug

Teil 4: Selfmade: UNTERnehmen, nicht ÜBERgeben

Katja Eckardt erzählt in diesem Buch ihre persönliche Finanzgeschichte. Beim Einstieg ins Berufsleben verfiel sie dem Konsumwahn und sie überzog ständig das Konto. Sie fing an, sich mit ihrem Geld zu beschäftigten.

Die Ausgaben wurden gekürzt und ein Schutzpolster zusammen gespart. Anschließend begann sie, in Aktien zu investieren. Später folgten auch noch Eigentumswohnungen, die sie weitervermietet.

Während sie ihre persönliche Geschichte erzählt, gibt Katja Eckardt auch immer wieder Ratschläge für die persönlichen Finanzen.

Sie schreibt über die Notwendigkeit, sich finanzielle Ziele zu setzen und eine Strategie zu entwickeln, wie man diese erreicht.

Neben Grundlagen wie der Kontrolle der Ausgaben, dem versagtem Schulsystem und der heutigen Überversicherung erklärt sie auch die Grundzüge der Börse.

Hier geht sie jedoch nicht in die Tiefe und Begriffe wie Zielsetzung, Asset Allocation und Risikobereitschaft werden nicht angesprochen.

In einem 10-Schritte-Plan schreibt Katja Eckardt, wie man Immobilien kauft, wobei sie auch hier nicht näher auf die einzelnen Punkte eingeht.

Weiters findet man im Buch Multiple Choice Tests, die man sich meiner Meinung nach sparen kann.

Mit Fragen wie: Wie oft in der Woche habt ihr Sex? soll ermittelt werden, ob man das Zeug zur Finanzdiva hat.

Der Allgemeine Teil ist sehr langezogen und mit vielen privaten Geschichten aufgeblasen.

Der Teil übers investieren und anlegen ist meiner Meinung nach zu kurz. Vor allem werden Themen nur sehr oberflächlich angeschnitten, ohne genauer darauf einzugehen.

Was mich extrem gestört hat, war, dass sie anscheinend sehr negative Erfahrungen mit Männern gemacht hat und in dem Buch kein gutes Haar an ihnen lässt.

Ich denke, man sollte sich immer das gute raussuchen und daraus lernen, aber nicht einfach über die gesamte Männerwelt herziehen.

Denn in Sachen Finanzen können wir sicherlich noch einiges von ihnen lernen;-)

Beim Teil Unternehmertum wurde nur eine Frau erwähnt. Gibt es nicht mehr weibliche Vorbilder?

Da das Buch für Frauen geschrieben ist, wäre es motivierend gewesen, hier Frauen und ihre Unternehmen vorzustellen.

Der Schreibstil gefiel mir nicht, da ich ihn teilweise gekünstelt fand und oft mit einem Muss versucht wurde, lustig zu sein.

Fazit: Wenn man sich noch nie mit seinen Finanzen beschäftigt hat, mag dieses Buch einen ersten Einblick geben.

Für Frauen, die schon ein wenig Ahnung haben, hat dieses Buch keinen wirklichen Mehrwert, da auf viele Dinge nicht näher eingegangen wird.

Die Bereiche Aktien, Eigentum und Unternehmertum wurden nur am Rande angekratzt. Ich kann es leider nicht weiterempfehlen.

Ich rate jemanden, der sich noch keine Gedanken zu Finanzen gemacht hat zu den Büchern „Rich Dad, Poor Dad“ und „Der reichste Mann von Babylon“.

Diese Bücher taugen für den Einstieg in die Finanzwelt meiner Meinung nach mehr (Rezensionen folgen noch).

Da ich Finanzbücher lese, um neues zu lernen, war es für mich eher enttäuschend, da nicht wirklich etwas neues dabei war.

Ich fand es sehr oberflächlich geschrieben und hätte mir genauere Informationen zu einigen Themen gewünscht und weniger persönliche Geschichten.

Das Buch kostet übrigens € 17,50.