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Als ich 2011 in meine erste Wohnung einzog und viele neue Kosten auf mich zukamen, wurde mir bewusst, wie viel Geld ich zu diesem Zeitpunkt für Klamotten ausgegeben habe.

Obwohl ich der Meinung war, dass ich gar nicht so viel Kleidung besitze, merkte ich beim Umzug in die Wohnung, wie viel sich über die Jahre angesammelt hat.

Als ich mein neues Zuhause bezog, kamen auch die ganzen Kosten (bis zu diesem Zeitpunkt wohnte ich zuhause bzw. bei meinen damaligen Schwiegereltern) wie Miete, Strom, Wasser, Versicherung etc. auf mich zu.

Gleich zu Beginn merkte ich, dass ich etwas an meinem Konsumverhalten ändern muss, wenn ich keine Schulden machen und gleichzeitig noch sparen will.

Da ich all die Jahre immer ein Haushaltsbuch (mehr oder weniger genau) führte und alle Rechnung aufbewahrte, konnte ich mir einen Überblick schaffen, wie viel ich wofür ausgegeben habe.

Der Schock: Für Klamotten gab ich über 1800 € im Jahr aus!!! Ich erstarrte. Das hatte ich nicht erwartet. Ich schluckte und wusste, hier konnte ich am meisten einsparen.

Da mir beim Umzug sowieso das Ausmaß meiner vielen Kleidung bewusst wurde, fasste ich den Entschluss keine neue Kleidung mehr zu kaufen, solange ich genug Klamotten hatte. Ich nahm mir vor, nur noch das neu zu kaufen, was ich wirklich benötigte.

Mein zweiter Entschluss war, die ganzen Klamotten auszusortieren und was nicht mehr benötigt wird, zu verschenken oder zu spenden.

Wie fange ich mit dem Ausmisten an?

Zuerst stellte ich mir die Frage, wie ich am Besten anfange. Nach kurzer Überlegung: Alles auf einen Haufen. Gesagt, getan.

Nachdem mein Klamottenberg das ganze Bett in Beschlag genommen hat, machte ich mich daran, jedes Teil in die Hand zu nehmen und zu entscheiden ob ich es behalte, verschenke oder wegwerfe.

Leider gibt es dazu keine Fotos, was wahrscheinlich auch besser ist;-). Insgesamt hab ich sicherlich 2/3 meiner Kleidung aussortiert.

Über einen Großteil davon freuten sich Freundinnen. Kleidung, die abgetragen war, kam in den Altkleidercontainer.

Ich weiß noch, wie befreiend ich mich hinterher gefühlt habe. Und obwohl ich soviel aussortiert hatte, kaufte ich über 15!!! Monate keine neue Kleidung.

Und keine Schuhe und auch keine Taschen.

Was sich dadurch in meinem Leben verändert hat

Zeit: Ich hatte plötzlich viel mehr Freizeit. Bin ich damals jede Woche ein-bis zweimal shoppen gegangen, hatte ich jetzt auf einmal Zeit für Sport, Freunde und mich.

Mittlerweile nervt es mich schon fast, wenn ich wirklich was brauche und meine kostbare Zeit dafür opfern muss um shoppen zu gehen.

Geld: Geld war der Auslöser, warum ich mich auf Klamotten-Diät setzte. Ich wollte nie und nimmer in Schulden (Konsumschulden!!!!!) rutschen. Zum Glück habe ich das früh genug erkannt und etwas unternommen. Wenn du also jeden Monat knapp bei Kasse bist, frag dich, ob du wirklich jeden Monat neue Klamotten brauchst.

Platz & Ordnung: Nach dem Aussortieren herrschte fast Leere in meinem bis dahin überfüllten Kleiderschrank. Bis heute ist genug Platz vorhanden und ich hätte locker Platz für das Doppelte an Kleidung.

Es fühlt sich richtig gut an, wenn man nicht jeden Morgen eine Viertelstunde nach dem Lieblingsshirt suchen muss.

Befreiung: Durch das Ausmisten ist viel Ballast abgefallen. Und das fühlt sich richtig gut an. Vor allem, wenn man drauf achtet, dass nicht wieder neuer Ballast dazu kommt.

Umwelt: Zu guter Letzt muss natürlich auch der Umweltaspekt erwähnt werden. Jährlich produzieren wir Tonnen an Müll und mit einem bewussten Umgang können wir auch viel dazu beitragen, unsere Umwelt zu schonen.

Deshalb vorher schon überlegen, ob man das Kleidungsstück wirklich braucht. Denn sobald man es gekauft hat, hat man den Müll bereits produziert.

Dadurch, dass ich alle Klamotten auf einen Haufen geworfen habe, ist mir bewusst geworden, wieviel ich wirklich besitze.

Mittlerweile kaufe ich bewusster und sorgfältiger ein. Ich weiß nun auch die Dinge, die ich besitze, viel mehr zu schätzen.

Außerdem hab ich seither viel Geld gespart, dass ich investieren kann.

Und nun zum Schluss:

Was war das erste, was ich mir nach dieser Shopping-Diät gekauft habe?

Das erste was ich mir gekauft habe, war ein Kleid für eine Hochzeit bei der ich Zubraut (Junggesellin) war. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt so gut wie keine Kleider, geschweige den ein Kleid für eine Hochzeit.

Ich muss sagen, dass Kleid hat bis heute einen besonderen Stellenwert. Und es gibt auch schon wieder einen Anlass, dieses Kleid auszuführen. 🙂

Wie sieht es bei dir aus? Shoppst du noch regelmäßig oder hast du dich auch schon auf eine Shopping-Diät gesetzt?